Kurzmitteilung

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Junge ukrainische Schülerinnen und Schüler entdecken Mölln

Um unsere direkte Umgebung ein bisschen besser kennenzulernen, besuchten unsere Lehrkräfte Frau Ploshenko und Herr Keßner mit 13 Schülerinnen und Schülern aus der Ukraine kürzlich Mölln. Bei herrlichem Frühsommerwetter und strahlendem Sonnenschein ging es mit dem Bus durch das Herzogtum Lauenburg direkt ins Zentrum der Till Eulenspiegel-Stadt. Hier bestaunten die Jugendlichen nicht nur die idyllische Altstadt mit ihren beeindruckenden Fachwerkbauten aus der Backsteingotik, sondern erkundeten zu Fuß auch noch die Ufer an Stadt- bzw. Schulsee sowie den pflanzenreichen Kurpark am Kanal. Bis dann – nach einigen Stunden – irgendwann ihre Füße streikten. Und zugegeben: Der Schrittzähler auf dem Handy zeigte gegen Mittag immerhin stolze 10 km an. Insgesamt wurde befunden, dass der Ausflug nach Mölln ein glatter Erfolg war – in sportlicher wie auch in gemeinschaftsbildender Hinsicht.

Weitere unterrichtsbegleitende Aktionen und Ausflüge sind in Planung. An der Grund- und Gemeinschaftsschule Schwarzenbek möchten wir geflüchteten jungen Menschen aus der Ukraine ein Stück strukturierten Alltag zurückgeben – und damit eine gewisse Normalität. Denn nach ihrer Ankunft in Deutschland greift die Schulpflicht und der Übergang vom ersten Willkommensgruß in den Unterrichtsalltag fällt nicht jedem immer leicht. Speziell ausgebildete DaZ-Lehrer, muttersprachliche Drittkräfte, Lehramtsstudierende, aber auch sozialpädagogisches Schulpersonal sind bestrebt, den Schülerinnen und Schülern nicht nur den Umgang mit der deutschen Sprache und ihrem neuen Umfeld zu erleichtern, sondern auch betreuende Ansprechpartner für sie zu sein.

An der GGS Schwarzenbek sind aktuell 34 ukrainische Schülerinnen und Schüler angemeldet und erhalten – je nach Bedarf, da einige bereits ein wenig Deutsch sprechen –sowohl Unterricht in ihrer Muttersprache als auch aufbauenden DaZ-Unterricht. Einige von ihnen wurden für kurze Zeit in passenden Regelklassen teilintegriert. Die vielen gespendeten Federtaschen, Schulranzen und Schulmaterialien haben erfreute Abnehmer gefunden. Dafür möchte sich die gesamte Schulbelegschaft noch einmal ausdrücklich bedanken: Es ist schön, eine solch spontane Solidarität erleben und teilen zu können.


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WPU-Kurs Medien geht auf Sendung!

Anfang Juni besuchten 8 Schülerinnen und Schüler aus der Klassenstufe 9 im Rahmen ihres Wahlpflichtfachs „WPU Medien“ mit ihren Lehrern Johannes Dittmer und Peer Keßner den Offenen Kanal von FFM Lübeck. Das Besondere an diesem öffentlich-rechtlichen Radiosender ist, dass sein Programm ehrenamtlich von Bürgerinnen und Bürgern, die ihren Wohnsitz in Schleswig-Holstein haben und mindestens 14 Jahre alt sind, frei gestaltet wird. Vorher werden die zumeist laienhaften Nutzer jedoch in kostenlosen Crash-Kursen unter Anleitung des Fachpersonals mit der Technik des Senders vertraut gemacht, um anschließend ihre eigene Sendung frei, in der Regel unzensiert und eigenständig zu produzieren.

Auch redaktionelle Tipps zum Aufbau der Sendung werden ihnen bei Bedarf gegeben. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sendungen mit festen Sendeplätzen und thematischen Schwerpunkten. Gehört werden kann der BürgerInnen-Sender, den es viermal in Schleswig-Holstein gibt– nämlich in Kiel (TV/Radio)), Flensburg (TV/ Schulradio), Lübeck (Rundfunk) und Heide-Husum (Campus-Radio) – sowohl über Antennenempfang Lübeck FFM 98.8 als auch via Livestream unter www.okluebeck.de. Finanziert wird der Offene Kanal über die Rundfunkgebühren. Schülerpraktika sind übrigens jederzeit möglich. Einfach Anrufen oder emailen.

Und so verlief der Projekttag: Um 7.30 Uhr morgens ging es für den WPU-Kurs Medien Stufe 9 vom Bahnhof Schwarzenbek mit dem Interregio via Büchen los. Um 8.30 Uhr kam die Schülergruppe pünktlich in Lübeck an. Dann ging es im Eilschritt und zu Fuß quer durch die Stadt zur Senderadresse des Offenen Kanals – passenderweise direkt am Kanal. Und ab 9.30 Uhr– nach einem warmen Empfang durch die fachkundigen Redakteurinnen Maja und Larissa – gab es bereits Hintergrundinformationen zum Offenen Kanal, Anleitungen zur Nutzung der Studiotechnik und Nachfragen zum Thema und Aufbau der Sendung „Sommerferien – kein Plan?“, die der WPU-Kurs Medien in der GGS sorgfältig vorbereitet hatte.

Danach verschwanden die ersten Schülerinnen und Schüler mit Larissa in eines der Aufnahmestudios, um ihre An-, Zwischen- und Abmoderationen zu ihren einzelnen Sendungs-Bausteinen aufzunehmen. (Schnödes, monotones Ablesen ist übrigens ein absolutes No-Go dabei!) Andere wiederum gingen mit Redakteurin Maja in ein weiteres Studio, um zwei ExpertenInterviews mit Frau Petersen vom Jugendring Schwarzenbek und Herrn Julian Schlicht vom Kreisjugendamt anhand ihres vorformulierten Fragenkatalogs durchzuführen. (Beide Ampeln vor den Studios leuchteten tiefrot. Bedeutet: Zutritt bei Aufnahme verboten).

Die restlichen Schülerinnen und Schüler gingen an die zur Verfügung stehenden Sender-Computer, um die einzelnen Bausteine wie angesagte Musikbeiträge, unverfälschte O-Töne von Mitschülerinnen und Mitschülern sowie Expertenstimmen zum Thema Sommerferiengestaltung mit dem Softwareprogramm easyTRACK ohne abrupte Übergänge „fließend“ zusammenzuschneiden: Also, Regler hoch- und herunterschieben; Sendeplan-Reihenfolge einhalten, Pausen, Nebengeräusche und Schnapp-Atmer herausschneiden – und Simsalabim: Um 14.30. war der Sende-Clip fertig.

Jetzt galt es ihn nur noch zu speichern! Das finale Fine-Tuning wurde danach von Redakteurin Larissa übernommen – und das Ergebnis kann live am Freitag, 14.Juni, zwischen 13.00 und 14.00 Uhr und Samstag, 15. Juni, 11.00 und 12.00 Uhr auf Lübeck FFM 98.8 angehört werden! (Ein Mitschnitt wird danach hier als Link eingestellt). Über Rückmeldungen, wie die Sendung gefallen hat, würde sich der WPU-Kurs Medien freuen.

PS: Apropos Sendung – im Gegensatz zum sogenannten Podcast, dessen sprachlastige Einzelsendungen meist in ein redaktionelles Serienkonzept mit Themenschwerpunkten eingebettet ist, handelt es sich bei dieser Sendung um ein sogenanntes Studiogespräch. … Ja, man lernt nie aus. Viel Spaß beim Anhören!

 

Für die GGS Schwarzenbek: Peer Keßner


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Großzügige Spende für die GS Sporthalle

Letzten Monat überreichte die Gründerin und langjährige Vorsitzende des Herz- und Reha Sportzentrums Schwarzenbek e.V., Frau Elfriede Augustin, der GGS Schulleitung in Begleitung ihres Mannes und Herrn Freitags eine großzügige Spende für die weitere Ausstattung unserer Sporthalle in der Breslauer Straße im Grundschulteil. Darüber haben wir uns natürlich ausgesprochen gefreut. Denn genau in dieser Sporthalle haben Frau Augustin – die als Motor des Herzsports in Schwarzenbek gilt – und ihre Vereinsmitglieder sich viele, viele Jahre zur Herzertüchtigung getroffen.

 Frau Augustin überstand als 60-Jährige selbst drei Infarkte und wollte mit Sport unter ärztlicher Aufsicht wieder fit werden, weshalb sie die Gruppe, die zwischenzeitlich auf bis zu 130 Mietglieder anwuchs, gründete und über zwei Jahrzehnte ehrenamtlich leitete. Die Erlöse aus der Vereinsabwicklung hat Frau Augustin der Schule in dem Wissen anvertraut, dass sie hier nicht nur sinnvoll für unsere Schülerinnen und Schüler eingesetzt, sondern vor allem auch wertgeschätzt werden. Wir bedanken uns dafür von ganzem Herzen.


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Ein Königreich für unsere Bienen!

Die ersten Sonnenstrahlen frohlockten, die Temperaturen waren herrlich mild und auch unsere neue Blühfläche an der Grundschule Schwarzenbek legte einen ausgesprochen guten Start hin. Beste Voraussetzungen also für die „Blütentour 2022“ und ihren Kooperationspartner „Netzwerk Blühende Landschaft“, die am 31. Mai im Zuge des erfolgreichen Projekts „Kunst schafft Vielfalt“ im Kreis Herzogtum Lauenburg auch in Schwarzenbek Station machte.

Initiiert und begleitet wurde dieses gleichermaßen künstlerische wie ökologisch-lehrreiche Projekt von Frau Elisabeth von Meltzer, Kreisfachberaterin für Natur- und Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung im Herzogtum Lauenburg und Frau Linda Trein vom „Netzwerk Blühende Landschaft.“ (Klick mich: https://bluehende-landschaft.de) Unter ihrer Regie – und unter der pädagogischen Anleitung der NaWi-Lehrkraft Sebastian Krieger – wurde das gut geschützte etwa 225 m2 große „BienenBlütenReich“ hinter der GS-Sporthalle bereits Anfang September 2021 von etwa 20 Schülerinnen und Schülern aus der Flex 8-Klasse fachmännisch vorbereitet, um jetzt im Frühsommer 2022 seine erste Blütensaison zu feiern.

Wie von Expertin Frau Trein empfohlen, verwendeten sie dabei aus den 60 regionalspezifischen Blühmischungen aus hiesigen Wiesenblumen den Saatgutmix „Bienen-Blütenreich“, um die Insektenvielfalt – und somit die Bestäubung – pro-aktiv zu fördern. Seit dieses Saatgut in den Boden gewalzt wurde, sind inzwischen viele Monate vergangen. Jetzt, Anfang Juni, zeigen sich in dem satten Grün, das dem fetten, nährstoffreichen Boden entsprießt, bereits erste zarte Wildblüten. Sie reichen von blauen Kornblumen, hell-lila Wiesenschaumkraut, weißen Gänseblümchen und rotem Klatschmohn über gelben Hahnenfuß, Löwenzahn bis hin zur Schafgabe. Ab der 2. Saison folgt dann die Blüte von Margeriten und Wilden Möhren – geliebt vor allem vom Aurorafalter. Und das Schönste ist: Unsere Blumenwiese blüht den ganzen Sommer über, solange jemand sie zweimal im Jahr von Hand mit der Sense mäht und den „Heu-Abhub“ einsammelt. Auf diese Weise wird die Wiese systematisch von ungewollten, „konkurrenzschwachen“ Grashalmen „ausgemagert“.“ Denn die Wiesenblumen wachsen schnell wieder nach, erblühen mehrmals und werden sich von Saison zu Saison weiter ausbreiten, bis sich unsere Blühfläche irgendwann in ein ökologisch perfektes Bienen-Blütenreich verwandelt hat. Damit nicht genug: Selbstgefertigte, bewegliche Hochbeete im angrenzenden Schulgarten sind von der Flexklasse 8, die sich unlängst bereits am Justizgarten erfolgreich bewiesen hat, ebenfalls geplant: auch dieses Projekt wieder ein Berufspraxis-Baustein von „Lernen durch Engagement (LdE)“

Abgesehen von den Themen Ökosystem, Ökobalance und Nachhaltigkeit stand aber auch die kreative Auseinandersetzung mit der Natur im Mittelpunkt. Ausgestellt um die Blühfläche herum sind einige auserwählte Exponate, die im Rahmen des Kunstwettbewerbs „Blühende Landschaften“ unter der Ägide von Herrn Jörg Geschke, Kreisfachberater für kulturelle Bildung im Herzogtum Lauenburg, von den Kindern aus unserem Kreis gemalt wurden. Ihre Bilder und weitere interessante Informationen finden Sie unter http://www.kinderbluetenreich.de/die-bilder/ bzw. auf der gleichen Website unter „Die Ausstellung.“ Um die Exponate für die Freiluftausstellung wettertauglich zu machen, wurden sie auf robuste LKW-Planen gedruckt und von unseren Hausmeistern mit Ösen rund um die Blühfläche befestigt.

Unterstützt wurde die Grund- und Gemeinschaftsschule Schwarzenbek bei der Planung, Ausstellung, Anschaffung des Saatgutmixes und des notwendigen Gartengeräts aus dem Zukunftsschulbudget des Kreises. Wir freuen uns sehr darüber, bedanken uns dafür und sind stolz auf die Teamleistung aller am Projekt beteiligten Gartenexperten, die uns eine blühende Landschaft buchstäblich in die Schule gebracht haben.


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Wir bepflanzen unseren Garten

Die Gartensaison hat auch am Grundschulteil der GGS Schwarzenbek begonnen. Da der Innengarten wegen Bauarbeiten vorerst noch gesperrt bleibt, weichen unsere Schülerinnen und Schüler mit ihren grünen Däumen auf das Sommer-Klassenzimmer aus, das ohnehin eine gute Sonnenlage bietet. Die große Frage war jedoch: Was pflanzen wir wie wohin? Kein Problem: Wir hatten ja Frau Knop vom Elternbeirat zur Unterstützung! Mit beeindruckendem Garten-Know-how, großem Elan und jeder Menge guter Laune führte sie nicht nur unsere Kleinen, sondern auch die Lehrkräfte in die spannenden Grundgeheimnisse der Pflanzenkunde ein. Zum Hintergrund: Insgesamt sind nacheinander 14 Grundschul-Klassen an der Pflanzaktion beteiligt, 12 Regelklassen und 2 DaZ-Klassen. (Diesmal war die Klasse 4a von und mit Frau Wegner dran). Der Klassenanzahl entsprechend gilt es, 14 rechteckige Kübel mit den Maßen 70 x 30 cm und 24 selbst gestaltete Blumendosen mit Klassenbeschriftung eigenständig zu bepflanzen. Zur Wahl pro Klasse und „Blumenteam“ stehen je nach Wunsch: 2 Topfblumen oder alternativ diverse Kräuter, die in den Durchmesser der bemalten Dosen passen sollten. Bei den großen Pflanzenkübeln – einer pro Klasse – sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt, nur dem Platz. Ob Tomatenstauden, Stangenbohnen, Kohlrabi, Rosenstöcke, Pflücksalat, Erbsen, Radieschen, Kohl, Zucchini oder diverse Kräuter wie Thymian, Petersilie oder Schnittlauch – alles ist möglich.

Als Frau Knop samt Frau Wegner und Klasse 4a vom neuen Garten aus zum Schwarzenbeker Wochenmarkt zog, erklärte sie dem „Team Saatgut“ noch einmal die Preisvorteile von Saatgut-Tüten gegenüber „fertigen“ Pflanzen zum Kaufen. Saatgut-Tüten sind nämlich zumeist günstiger als fertige Pflanzen oder Sprösslinge. Sie bieten überdies die gleiche Keimling-Bildung wie aus z. B. aus Fruchtkernen von faulendem Fallobst (Äpfel, Pflaumen etc.) oder Tomaten, wachsen aber schneller. Beim Kauf zu beachten ist dabei die Preisgruppe (PG) und der Einzelpreis – und natürlich, dass die Saatkörner bzw. das Salatband beim Pflücksalat später im richtigen, großzügigen Abstand gepflanzt werden, um prächtig zu gedeihen. Also, nicht zu viel kaufen und spärlich verteilen! Kohlpflanzen und Tomatenstauden können sich dabei als pflegeintensiv herausstellen, da sie Abstand brauchen und die „Pflanzenachsen“ in der Mitte regelmäßig „ausgegeizt“ bzw. herausgebrochen werden müssen. Zucchinis wiederum werden oft sehr groß und nehmen viel Platz im Kübel weg. Auch sind Standortwahl zur Sonne bzw. zum Schatten hin und die Bodenvorbereitung und Bewässerung ausgesprochen wichtig, bevor eingepflanzt wird. Das war natürlich alles sehr spannend, aber immer noch etwas abstrakt für unsere angehenden kleinen Hobbygärtner. Deshalb ging es vom Wochenmarkt dann auch noch kurz zu Frau Knops eigenem Familien-Hochbeet, wo sie abschließend eine anschauliche Beispielanleitung zu Kräutern wie Petersilie, Rosmarin, Thymian (seine ätherischen Öle eignen sich hervorragend bei Erkältungen) oder Schnittlauch gab (seine ausgewachsenen Blüten dienen als natürliches „Bienenfutter“).

Die Schule – und vor allem die Schülerinnen und Schüler – möchten Frau Knop für diese ebenso engagierten wie erbaulichen und inspirierenden zwei Stunden herzlich danken. Es hat uns allen viel Spaß gemacht und neue Einblicke verschafft!


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Schleswig-Holstein hat gewählt.

Am 8. Mai 2022 waren landesweit alle 2,3 Millionen wahlberechtigten Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner ab 16 Jahren aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. In unserer repräsentativen Demokratie stellten sie damit die politischen Weichen, als sie entschieden, welche ihrer Repräsentantinnen und Repräsentanten in unser Landesparlament einziehen werden. Die Schirmherrschaft der Juniorwahl 2022 in Schleswig-Holstein hatte diesmal Dr. Christian Meyer-Heidemann übernommen. Als Landesbeauftragter für politische Bildung trug er auch alle Ausgaben für das Projekt, das für alle teilnehmenden Schulen kostenfrei war.

Wie bereits in 2021 die Bundestagswahl stellte auch die aktuelle Landtagswahl 2022 eine ausgezeichnete Gelegenheit dar, mit dem Projekt Juniorwahl gerade jungen Menschen die Bedeutung von Wahlen für unsere freiheitliche Demokratie näherzubringen. Insbesondere das Privileg, überhaupt eine Stimme, die zählt, zu haben, aber auch die bürgerliche Verantwortung zur Selbstinformierung, die damit einher geht. In Schleswig-Holstein wird das Projekt Juniorwahl seit 2002 im Vorfeld der Landtags-, Bundestags- und Europawahlen durchgeführt und es verzeichnet seither stetig steigende Teilnehmerzahlen. Positiv festzuhalten ist, dass Schülerinnen und Schüler durch die Juniorwahl einen tieferen Einblick in die Themen und Abläufe der Landtagswahl erhalten. Sie werden durch den simulierten Urnengang nicht nur praxisnah auf ihre erste Wahl eingestimmt, sondern – im Optimalfall – auch zur Teilnahme motiviert.

Bestens vorbereitet für den abschließenden Wahlakt wurden unsere 151 GGS-Schülerinnen und Schüler in den Jahrgängen 9 und 10 vor allem in politik-nahen Fächern wie Wirtschaft & Politik. Aber auch fachübergreifend wurde kräftig diskutiert und debattiert. Seit 1999 werden die Juniorwahlen bundesweit durchgeführt. Seither beteiligten sich über 5,3 Millionen Jugendliche an ihnen. Es versteht sich daher von selbst, dass auch die GGS Schwarzenbek wieder aktiv dabei mitgemacht hat! 

Weitere Informationen und aktuelle Updates zur landesweiten Juniorwahl finden Sie entweder hier oder unter www.Juniorwahl.de


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Unsere stolzen Gewinnerinnen und Gewinner 2022!

Mathe macht stark: Auch dieses Jahr nahmen wieder viele unserer GGS-Schülerinnen und Schüler am internationalen Mathe-Känguru-Wettbewerb teil. Insgesamt waren es 20 an der Zahl; davon 9 Kinder aus den Grundschulklassen 3 und 4, 10 Gemeinschaftsschülerinnen und –schüler aus den Klassen 5 und 6 und darüber hinaus 1 Schüler aus dem Jahrgang 7. Die Siegerehrung der zu Recht stolzen Gewinnerinnen und Gewinner fand Ende April im strahlenden Sonnenschein statt. Besonders gefreut hat uns neben der regen Beteiligung, dass das Verhältnis zwischen Jungen und Mädchen ungefähr gleich ausfiel.

Der mathematische Multiple-Choice-Wettbewerb für über 6 Millionen Teilnehmer findet in mehr als 80 Ländern weltweit einmal jährlich am 3. Donnerstag im März gleichzeitig statt und wird als freiwilliger Klausurwettbewerb an den Schulen unter Aufsicht geschrieben. Die Kinder und Jugendlichen erhalten hier eine gute Gelegenheit, sich „sportlich“ miteinander zu messen und ihre Freude an der Mathematik auszuleben. In 75 Minuten lösen sie je 24 knifflige Aufgaben, ohne sich zu überfordern. Die Teilnehmerzahl in Deutschland ist von 184 im Jahr 1995 auf etwa 1 Million gestiegen.

In jedem Jahr bekommen alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Känguru-Wettbewerbs neben einer Urkunde mit der erreichten Punktzahl und einer Broschüre mit den Aufgaben, Lösungen und weiteren Knobeleien auch ein kleines Knobelspiel als sogenannten „Preis für alle”. Im Jahr 2022 gab es ein spannendes und herausforderndes Baumeisterspiel.

Und hier noch etwas zur Namenserklärung: Den australischen Erfindern zu Ehren wurde der Test „Kangourou de Mathématique“ getauft. Da die Zahl der teilnehmenden Länder stetig wuchs, wurde im Sommer 1994 der internationale Verein „Kangourou sans frontieres“ (Känguru ohne Grenzen) von Delegierten aus zehn Ländern mit Sitz in Paris gegründet.

Weitere interessante Infos zum Wettbewerb finden Sie unter https://www.mathe-kaenguru.de/


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GS-Drittklässler von Blasmusik verzaubert

Nach dem erfolgreichen Orgelprojekt in der St. Franziskus-Kirche vergangenes Jahr stellten Herr Buffo und sein Kollege Herr Götze vom Schwarzenbeker Posaunenchor Ende April unseren gespannt lauschenden Drittklässlern jeweils eine Stunde die verschiedenen Blechblasinstrumente im PZ des Grundschulteils vor. Der Zweck der zweiwöchigen Aktion quer durch viele Schulen Schwarzenbeks war es, möglichst viele neue „Jungbläserinnen und -bläser“ zu gewinnen und je nach Nachfrage auch deren Eltern und Geschwister zu einer „Schnupperfreizeit“ vom 06.-08. Mai in der Jugendherberge Ratzeburg einzuladen.

Themen waren nicht nur die Blechblasinstrumente allgemein, sondern auch Details über die Tonentstehung und ihren Klangkörper. So hat die Trompete z.B. Pumpventile für hohe und tiefe Töne. Frei nach dem Prinzip: Je länger die Leitung bis zum Ventil, desto tiefer der Ton. Das Drücken des ersten Ventils erzeugt beim Blasen einen hohen Ton, das zweite und dritte Ventil entsprechend tiefere Töne. Zum Spielen von Melodien kombiniert man die Ventile entsprechend. 

Die Posaune hat neben dem Schalltrichter und Mundstück einen Zug zum Erzeugen von Tönen und ein einziges spezielles Drehventil. Je länger der Weg, wenn man den Zug vor und zurückzieht, desto tiefer der Ton. Das Bewegen des Zugs nennt man Schmieren oder Glissando. . Beim Blasen ins Mundstück entsteht übrigens Feuchtigkeit (Kondensat), die über die Wasserklappe zwischendurch ausgelassen wird. 

Eine Mini-Trompete heißt Kornett oder Piston und eignet sich ihrer Größe wegen besonders für Kinder. Ihr Ton gleicht der Trompete, klingt aber weicher und feiner. Das Euphonium mit Pump- oder Drehventilen ist eine kleine Tuba. Sie hat im Gegensatz zur Tuba aber einen höheren Tonumfang und klingt weicher. Die Mundstücke sind bei allen Blechinstrumenten unterschiedlich groß, denn der Ton entsteht am Mundstück! Es wird nämlich nicht wie bei der Flöte einfach nur hineingeblasen. Vielmehr wird der Ton im Mundstück mit den Lippen gebündelt und zu Melodien moduliert.

Klar, dass nach dieser faszinierenden Einführung jedes Kind auch selber einmal ein Blasinstrument ausprobieren wollte – und durfte. Das blechgewaltige Täterätä unserer Kleinen schallte zu ihrer Freude durch die ganze Grundschule. Dass dabei sorgsam auf die Corona-Hygieneregeln geachtet wurde, versteht sich von selbst: So wurde gegenseitiges Anpusten untersagt, die Mundstücke für die Tuben Trompeten, Kornette und Posaunen waren vorher abgekocht worden; und die Instrumente wurden keinesfalls getauscht.

Neugierig geworden? Umso besser: Die ev. Kirchengemeinde Schwarzenbek bietet noch Kurse an: Der Einzelunterricht findet wöchentlich nach Absprache an einem festen Wochentag statt. Die Kinder bekommen ein Instrument kostenfrei zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus sind alle monatlich an einem Samstagvormittag zu einem gemeinsamen Musizieren mit Jungbläserinnen und -bläsern aus anderen Chören der Umgebung eingeladen. Im Kurs lernen die Kinder nicht nur ein Instrument, sondern auch der gesellig-soziale Aspekt findet große Berücksichtigung. Aufeinander hören, gemeinsam etwas unternehmen mit einem Ziel vor Augen u.v.m. Mehr Informationen erhalten Sie auf dem Flyer (klick mich) oder direkt bei Herrn Buffot per Mail oder unter 0176 – 19 79 02 77.


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Große Grundschul-Aktion am 1. April

Zwei Jahre währt die Corona-Krise nun schon, und auch das Ende des Ukraine-Kriegs scheint noch in weiter Ferne. Deshalb fanden unsere Lehrkräfte es wichtig, ein positives Gegengewicht zu schaffen. Denn dass wir auf Sparflamme durchhalten können, haben wir bewiesen. Doch was ist eigentlich mit unserer Lebensfreude? Was macht uns, was macht dich, aber vor allem, was macht andere glücklich? Die (Mit-)Schülerin und den (Mit-) Schüler? Oder die Lehrerin und den Lehrer?

Brauchen wir vielleicht gar eine kleine Anleitung zum Glücklichsein? Einmal von Frau Wegner und ihrer 4a angestoßen, wurde daraus ein Gemeinschaftsprojekt, bei dessen „Arbeitsauftrag“ alle an der Grundschule fachübergreifend mitmachten: Sich schlichtweg die Zeit zu nehmen, kleine Gute-Laune-„Anschubser“ zu erschaffen. Mit dem Ziel, eine Kettenreaktion der (Glück-) Wünsche auszulösen, die schließlich festlich in den 1. April einmündet und uns alle frohgemut und beschwingt in die Osterferien entläßt.

Entsprechend stand jede Menge Spaß auf dem Programm, zu dem auch die „Großen“ vom Gemeinschaftsschulteil herzlich eingeladen waren. Vorbereitet wurde der Glückstag und seine „Galerie der guten Wünsche“ bereits Wochen zuvor. Erst wurde eine Fülle an Glücks-Ideen zum Beispiel in ausführlichen Mindmaps an der Tafel gesammelt. (Und selbst an der Tür zum Lehrerzimmer klebten spontane Post-its mit deren eigenen Wünschen und Ideen). Anschließend wurden die Ideen in machbar bzw. nicht machbar sortiert. Und danach ging es dann richtig los: Es wurden Glückssymbole gestaltet und gebastelt, ein Glücksleporello und eine fantasievolle Kleeblatt-Ausstellung an die „Lütten“ in Auftrag gegeben. Die 4a von Frau Wegner und auch die Parallelklasse 4b zauberte aus einem 30-teiligen Schülerfragebogen ein riesiges Glücksbaum-Plakat mit unzähligen inspirierenden Ideen und Vorschlägen zum Glücklichsein. Von weiteren Grundschul-Klassen wurden Einkäufe erledigt oder Überraschungs-Partytüten für das Lehrerkollegium gefertigt. Andere brachten Glück bringende Schoko-Maikäfer an den Mann und an die Frau. In der Sporthalle fanden außerdem stündlich die ebenso beliebten wie spannenden Sportparcours statt. Und last, but not least: Fröhlich Verkleiden durften sich – nach dem erneut ausgefallenen Fasching und Karneval – auch alle, die dazu Lust und Laune hatten, Lehrkräfte wie Kinder. Schöner konnte der Ferienbeginn also gar nicht eingeläutet werden!


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Von wegen - Unkraut vergeht nicht!

An unserer Schule gilt seit jeher: Lernen und Theorie sind unverzichtbar, aber Praxiserfahrung, Teamgeist und Engagement gehören gleichermaßen dazu, wenn es darum geht, unsere Schülerinnen und Schüler auf ihre bald anstehende Berufsentscheidung vorzubereiten und vielleicht sogar erste Kontakte zu örtlichen Arbeitgebern herzustellen. 

Passend zum Start der Garten- und Krokus-Saison haben sich deshalb die zwanzig Flex 8-Schülerinnen und Schüler von Frau Stief am 17. März den Justizgarten am Körnerplatz um das alte Amtsrichterhaus vorgenommen und ihn wieder ordentlich auf Vordermann gebracht. Mit Tatendrang und viel guter Laune haben sie – unter Anleitung von Frau Stief und Herrn Collenburg – das Areal mit seinen Rhododendren und beeindruckendem Baumbestand in einer gut geplanten Aktion nicht nur bergeweise von altem Geäst und Wildwuchs, sondern auch von jeder Menge dornigem Brombeergestrüpp befreit. Der Abtransport der beachtlichen Berge wird durch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs erfolgen.

Und das Resultat ihrer Anstrengungen konnte sich nach vierstündiger, schweißtreibender Arbeit durchaus sehen lassen: Die Büsche und Bäume des Justizgartens kommen nun wieder ansprechend zur Geltung. Für den Herbst ist die Neuanlage einer angrenzenden Streuobstwiese mit den Schösslingen zehn uralter, erhaltenswerter Apfelsorten, mit dem Pommarium Gut Wulfsdorf geplant. Auch die weitere Pflege dieser Bäume werden die Schülerinnen und Schüler der GGS übernehmen.

Selbstverantwortlichkeit und Eigeninitiative gehören zum Lehrplan.

Ziel dieses Praxistags war es, dass sich die Schülerinnen und Schüler der F8 im Rahmen von LDE – Lernen durch Engagement, für die Gesellschaft einbringen. Junge Leute zu motivieren, Aufgaben selbstständig zu planen und durchzuführen, das ist LDE.

In diesem Sinne ist die Arbeit im Justizgarten für die 20 Jugendlichen aus der F8 also ein vielversprechender Anfang. Entsprechend üppig fiel dann – trotz einsetzendem Regens – auch die wohlverdiente Belohnung für Leib und Seele aus: Zum Abschluss gab es für unsere zupackenden Akteure nämlich Würste vom schuleigenen Grill nebst Getränken, Brötchen, gekochten Eiern, Aufschnitt sowie frischem Obst und Gemüse, großzügig beigesteuert und vorbereitet vom Schulverein und dem Schulelternbeirat (SEB), für dessen freundliche Unterstützung wir uns an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich bedanken möchten.